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Die Topologie der Stille

  • vor 14 Stunden
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In der phänomenologischen Betrachtung der Elementaren Musikpädagogik nimmt die Topologie der Stille eine zentrale Stellung ein. Es geht hierbei um die Untersuchung wie sich klangliche Freiräume im Bewusstsein des Subjekts konstituieren und welche Rolle die räumliche Disposition der Akteure für die Genese musikalischer Sinnstiftung spielt. Der physische Raum transformiert sich durch die bewusste Aussparung von Klang in einen intentionalen Handlungsraum in dem die Distanz zwischen Agierendem und Perzipierendem aufgehoben wird.


Ein wesentlicher Aspekt dieser Wesensanalyse ist die Erkenntnis dass Schweigen nicht als bloße Absenz von Information begriffen wird sondern als ein konstitutives Element der musikalischen Formbildung fungiert. In der Stille kann sich das gelernte setzen während die phänomenologische Reduktion es erlaubt die Stille als den Urgrund zu erfahren aus dem die klangliche Geste erst ihre ontologische Bedeutung schöpft.


Die pädagogische Intervention zielt in diesem Zusammenhang auf eine Schärfung der auditiven Intentionalität ab bei der das Subjekt lernt die feinen Nuancen zwischen klanglicher Emergenz und dem Verharren im prämusikalischen Zustand zu differenzieren. Damit wird die Topologie der Stille zu einem integralen Bestandteil einer Schule der Wahrnehmung die das Bewusstsein für die prozessuale Natur des Seins schärft.



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