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Herrenmusikstammtische in der Historiografie
Hegemoniale Netzwerkstrukturen im 18. und 19. Jahrhundert Die historische Musikwissenschaft identifiziert in der detaillierten Analyse der institutionellen Genese des achtzehnten und neunzehnten Jahrhunderts die Etablierung informeller exklusiver Zirkel die als Herrenmusikstammtische die strukturelle Entwicklung des europäischen Musikbetriebs nachhaltig determinierten. Diese hegemonialen Netzwerke fungierten innerhalb der höfischen Kapellen und der frühen akademischen Konserv


Die ästhetische Validierung frühkindlicher Artikulationsformen
In der pädagogischen Rahmung der frühen Kindheit begreifen wir die musikalische Interaktion als einen Prozess der primären Welterschließung. Die Elementare Musikpädagogik im präverbalen und frühkindlichen Stadium erfordert eine bewusste Abkehr von teleologischen Instruktionsmodellen. Anstatt normative klangliche Resultate einzufordern fokussiert sich die Intervention auf die phänomenologische Wertschätzung jeder infantilen Klanggeste. Jedes initiale Experimentieren mit der ei


EMP im Zeitalter digitaler Hyperrealität
In einer Ära die durch die Dominanz der digitalen Medialität und eine zunehmende Entfremdung von der physischen Materialität gekennzeichnet ist fungiert die Elementare Musikpädagogik als existenzielles Korrektiv. Die heutige Lebenswelt ist geprägt von einer Fragmentierung der Aufmerksamkeit und einer rein visuellen Reizüberflutung die zu einer Atrophie der multisensorischen Integrationsfähigkeit führt. Die EMP setzt hier als Gegenentwurf an und ermöglicht die Rückkehr zur pri


Die Topologie der Stille
In der phänomenologischen Betrachtung der Elementaren Musikpädagogik nimmt die Topologie der Stille eine zentrale Stellung ein. Es geht hierbei um die Untersuchung wie sich klangliche Freiräume im Bewusstsein des Subjekts konstituieren und welche Rolle die räumliche Disposition der Akteure für die Genese musikalischer Sinnstiftung spielt. Der physische Raum transformiert sich durch die bewusste Aussparung von Klang in einen intentionalen Handlungsraum in dem die Distanz zwisc
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